Der Italiener Alessio Magagnotti setzte sich auf der zweiten Etappe der Deutschland Tour im Massensprint durch.
Uli Deck/dpa
Der Italiener Alessio Magagnotti setzte sich auf der zweiten Etappe der Deutschland Tour im Massensprint durch.
Radsport

D-Tour: Nachwuchssprinter stiehlt Franzose Magnier die Show

Auf der zweiten Etappe der Deutschland Tour sind die Sprinter gefragt. In Rheinland-Pfalz siegt überraschend ein italienischer Nachwuchsfahrer vor Favorit Paul Magnier.

Radprofi Alessio Magagnotti aus Italien hat überraschend Top-Sprinter Paul Magnier auf der zweiten Etappe der Deutschland Tour die Show gestohlen. Der 19 Jahre alte Nachwuchsprofi aus dem deutschen Red-Bull-Team düpierte den zuletzt im Rampenlicht stehenden Franzosen in einem packenden Sprint im rheinland-pfälzischen Offenbach an der Queich. 

In dem erwarteten Massensprint wurde Magnier Zweiter. Nach 197 Kilometern mit Start in Schwäbisch Hall erreichte der Portugiese Iúri Leitão als Dritter das Ziel. Bester Deutscher wurde Maximilian Walscheid als Tagesvierter, gleich dahinter kam Phil Bauhaus als Fünfter an. 

Barré weiter im Blauen Trikot

In der Gesamtwertung verteidigte der Franzose Louis Barré sein Blaues Trikot als Gesamtführender. Der Mexikaner Isaac del Toro, Teamkollege des nicht bei D-Tour mitwirkenden Superstars Tadej Pogacar, steht dahinter auf dem zweiten Rang. Del Toro war durch Bonifikationen im Zwischensprint aber bis auf sechs Sekunden an Barré herangerückt. Der Italiener Giulio Ciccone ist aktuell Dritter. 

Mittags ging es für die Profis in Schwäbisch Hall los, wo am Vortag Barré dem Tour-Dritten del Toro die Show stahl und die Etappe gewonnen hatte. Der 26-Jährige siegte im Alleingang mit 16 Sekunden Vorsprung auf del Toro und sicherte sich das Führungstrikot. 

Bei unangenehmem Regen zogen die in Jacken eingepackten Radprofis durch den deutschen Südwesten. Trotz der Wetterbedingungen blieben schwerwiegende Stürze aus.

Magnier Favorit auf Tagessieg

Der 22 Jahre alte Franzose Magnier, der am Sonntag die Hamburger Cyclassics gewonnen hatte, wurde von vielen als Favorit auf den Tagessieg angesehen. «Wenn er alles richtig macht und das Team ihn gut unterstützt, dann wird es fast unmöglich sein, ihn zu schlagen», sagte der deutsche Sprinter Phil Bauhaus dem ZDF. Es werde «sehr schwer». 

Der in diesem Jahr dreimal beim Giro d'Italia erfolgreiche Magnier, der in seinem Heimatland bislang noch nicht bei der Tour de France dabei war, zeigte sich selbstbewusst: «Ich bin in einer guten Form und der Sprint ist meine große Qualität», sagte er. 

Eine dreiköpfige Fluchtgruppe wurde 32 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Und dem Massensprint stand nichts mehr im Weg.

Welliges Profil am Samstag

Samstag steht die vorletzte Etappe der fünftägigen Rundfahrt an. Auf die Radprofis warten wellige 170 Kilometer zwischen Herxheim und Bad Dürkheim. Am Sonntag endet die Deutschland Tour in Heilbronn.

Felix Schröder, dpa
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