Der Finanzdienstleister Grenke hat 2025 mehr verdient. (Archivbild)
Uli Deck/dpa
Der Finanzdienstleister Grenke hat 2025 mehr verdient. (Archivbild)
Finanzdienstleister

Grenke verdient trotz vieler Insolvenzen mehr

Leasingboom trotz Pleiten: Ohne den Finanzdienstleister Grenke wären viele Büros nur sporadisch ausgestattet. 2025 verdient das Unternehmen mehr. Doch die Wirtschaftslage macht sich bemerkbar.

Der Leasingspezialist Grenke hat im vergangenen Jahr etwas mehr verdient - trotz der hohen Zahl von Zahlungsausfällen und Insolvenzfällen unter seinen Kunden. 2025 kletterte das Konzernergebnis um 2,3 Prozent auf 71,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Baden-Baden mitteilte. Damit kam das Unternehmen indes am unteren Ende seiner Prognose heraus. Das Leasingneugeschäft lag 2025 mit rund 3,3 Milliarden Euro fast acht Prozent über dem Vorjahreswert. 

Das starke Wachstum des Leasingneugeschäfts der vergangenen Jahre hat demnach auch zu einem kräftigen Anstieg der operativen Erträge geführt. Diese zogen 2025 um 14,7 Prozent auf knapp 661 Millionen Euro an. Die Wirtschaftslage macht sich aber auch bei Grenke bemerkbar. Aufgrund der anhaltend hohen Zahl von Ausfällen und Insolvenzen verschlechterte sich das Ergebnis aus der Schadensabwicklung und Risikovorsorge weiter.

Unternehmenschef Sebastian Hirsch teilte mit: «Seit drei Quartalen in Folge steigern wir unseren Gewinn kontinuierlich - damit haben wir die Trendwende bei unserer Profitabilität geschafft und unser Jahresziel erreicht.» 

Grenke peilt mehr Gewinn an

Grenke ist ein Finanzdienstleister, der sich auf Leasingangebote für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat. Im Hauptgeschäft werden vor allem Verträge mit einem relativ kleinen Umfang finanziert. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden damit, Büroausstattung wie Laptops, Kopierer und Drucker zu nutzen, ohne sie direkt kaufen zu müssen.

2026 dürfte die Schadenquote zwar weiterhin hoch bleiben, doch rechnet sich Grenke nochmals mehr Gewinn aus. Für das laufende Jahr prognostiziert das Management nun einen Gewinnanstieg auf 74 bis 86 Millionen Euro. Das wäre im Bestfall ein Plus von knapp einem Fünftel, im schlechtesten um rund drei Prozent. Das Leasingneugeschäft soll derweil in diesem Jahr nochmals klettern und 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro erreichen.

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