Ein 84-Jähriger soll sich in den vergangenen Jahren massenweise an Kindern vergangen haben. (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpa
Ein 84-Jähriger soll sich in den vergangenen Jahren massenweise an Kindern vergangen haben. (Symbolbild)
Kriminalität

Massenhafter Missbrauch? Weitere Fälle nicht ausgeschlossen

Hunderte Male soll sich ein inzwischen 84-Jähriger an Kindern vergangen haben, zu Hause ebenso wie im Schwimmbad. Die Ermittler halten es auch für möglich, dass noch weitere Fälle bekanntwerden.

Die Vorwürfe wiegen tonnenschwer: Ein inzwischen 84-Jähriger soll sich über viele Jahre in mehreren hundert Fällen an Kindern vergangen haben – und die Polizei schließt weitere bisher nicht bekannte Taten des Mannes nicht aus. Der Deutsche habe sich nach den bisherigen Ermittlungen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten an den Kindern vergriffen, sagte eine Polizeisprecherin. Da sei es wahrscheinlich, dass weitere Zeugen aufmerksam würden und neue Fälle meldeten. 

Fälle vor allem im familiären Umfeld 

«Nach den bisherigen Erkenntnissen spielten sich die Fälle überwiegend im familiären Umkreis ab», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Der mittlerweile verhaftete Mann habe aber auch Kinder in einem Schwimmbad zu sexuellen Handlungen gezwungen. Nach Angaben des SWR sind mindestens vier Kinder betroffen. Die Polizei äußerte sich dazu nicht. 

Der Tatverdächtige stammt nach Angaben des Staatsanwalts aus dem Raum Stuttgart. Er sei nicht einschlägig vorbestraft, hieß es weiter. 

Verdacht seit dem Februar

Auf die Spur des Mannes waren die Ermittler nach eigenen Angaben wegen eines mutmaßlichen Übergriffs in einem Stuttgarter Thermalbad im Februar gekommen. Dort soll der Mann ein zehnjähriges Kind sexuell bedrängt haben. Alarmierte Beamte hätten den Mann noch im Schwimmbad vorläufig festgenommen. Zeugen hatten den stärkeren Verdacht schließlich auf den Mann gerückt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit.

Ermittler halten sich noch zurück

Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft machen keine Angaben zur Frage, ob er sich zu den Vorwürfen äußert. Unklar ist auch, um wie viele mutmaßliche Opfer es sich handelt.

© dpa-infocom, dpa:260501-930-18584/2
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