Nach Rettungseinsätzen an der geleerten Schwarzenbach-Talsperre ist das lange Wochenende ohne derartige Vorfälle verlaufen. Es habe keine Einsätze gegeben, sagte ein Polizeisprecher. «Aus polizeilicher Sicht gibt es nichts zu vermelden.» Die Polizei hatte demzufolge bei Streifenfahrten öfter mal an dem nahezu leeren Stausee bei Forbach (Kreis Rastatt) vorbeigeschaut.
Ende April hatten Bergwacht und Feuerwehr einen Mann aus dem mittleren Bereich des Stausees retten müssen. Er hatte sich den Angaben nach so schwer verletzt, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte. Wenige Stunden zuvor war eine Frau laut Bergwacht im inneren Bereich des Stausees an einem stark abschüssigen Ufer gestürzt und einen Hang hinabgerutscht.
Seltenes Spektakel lockt Schaulustige
Der erst zum viertel Mal in der hundertjährigen Geschichte der Talsperre abgelassene See ist - gerade bei gutem Wetter - eine Touristenattraktion. Die Feuerwehr warnte nach den Vorfällen eindringlich vor dem Betreten des Bereichs. Der tiefste Teil sei ein Moor, ein Sumpfgebiet. Der Energieversorger EnBW, der für das Areal zuständig ist, hatte zur Sicherheit unter anderem Hinweisschilder und Absperrungen an den Zuwegen anbringen lassen.
Der Stausee wird wegen Sanierungsarbeiten vollständig geleert. Das gab es an der Schwarzenbach-Talsperre bislang nur 1935, 1952 und 1997. Die Talsperre liefert als Oberbecken Wasser für ein Pumpspeicherkraftwerk. Sie fasst den Angaben zufolge 14 Millionen Kubikmeter Wasser. Zum Vergleich: Diese Menge passt in 5.600 Olympia-Schwimmbecken mit einer Bahnlänge von 50 Metern.
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