Traf doppelt: Ermedin Demirovic.
Jan-Philipp Strobel/dpa
Traf doppelt: Ermedin Demirovic.
Fußball-Bundesliga

«Tiefpunkt»: Beim VfB wächst nach der Heim-Blamage der Druck

Der VfB Stuttgart kommt in der Liga nicht in Tritt - nicht einmal gegen bis dahin noch punktlose Gladbacher. Im Pokal wartet am Mittwoch schon die nächste Aufgabe.

Beim VfB Stuttgart herrscht nach dem nächsten herben Rückschlag in der Fußball-Bundesliga Gesprächsbedarf. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sprach von einem «Tiefpunkt» nach der fünften Niederlage im siebten Liga-Spiel - die Schwaben kommen einfach nicht in Tritt. «Das war ein klares Signal an alle», meinte der 47 Jahre alte Funktionär. 

Nur wenige Tage nach dem bislang besten Saisonauftritt in der Königsklasse gegen Atlético Madrid (1:1) unterlag der VfB am Freitagabend mit 2:3 dem bis dato noch punktlosen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach, der damit einen historischen Fehlstart gerade noch verhinderte.

Auch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wirkte angefressen. «Du musst jetzt die Situation erkennen, das ist wichtig», sagte der 44-Jährige. «Wenn du sechs Punkte hast nach sieben Spielen, dann bist du weit weg von der Punktzahl, die wir gerne hätten.» Spätestens jetzt müsse jedem klar sein, dass es mehr braucht, um Spiele zu gewinnen.

VfB wird Selbstsicherheit zum Verhängnis

Dabei kamen die Gastgeber dank eines frühen Tores von Ermedin Demirovic gut ins Spiel. Dann verpassten es die Stuttgarter allerdings, das zweite oder sogar ein drittes Tor nachzulegen. Hoeneß sprach von fehlender Präzision im Passspiel und davon, sich teilweise zu sicher gefühlt zu haben.

Demirovic, dessen Doppelpack (5. und 83. Minute) nicht ausreichte, widersprach. «Ich glaube nicht, dass es der Kopf ist und ich glaube nicht, dass jemand den Gegner unterschätzt hat», sagte der Angreifer. «Es war klar, dass die Gladbacher ihre Momente haben werden.»

Statt zumindest vorübergehend in die obere Tabellenhälfte zu springen, gehören die Stuttgarter weiter zum unteren Drittel. «Wir werden schon wieder in die Erfolgsspur kommen», sagte Demirovic den Reportern. «Wir werden nach dem letzten Spiel hier stehen und ich werde euch die Antwort geben, dass ich es euch ja gesagt habe. Wir werden unsere Punkte holen.»

Im Pokal wartet Paderborn

Während es in der Bundesliga wahrlich nicht nach Plan läuft, wartet am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) die nächste Prüfung im DFB-Pokal - eine möglicherweise willkommene Abwechslung. Gegner ist der SC Paderborn, den die Stuttgarter erst kürzlich in der Liga bezwingen konnten. Doch auch beim 2:0 taten sie sich lange schwer. Demirovic glaubt, dass es «gefährlich» werden könnte und erinnerte an das Duell vor zwei Wochen. 

Der Torjäger und seine Mitspieler stehen unter Druck. Ein frühes Aus des Vorjahresfinalisten würde die Stimmung in Bad Cannstatt weiter gefährden. «Es darf aber nicht im Kopf sein, dass wir verletzlich sind», sagte Demirovic.

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