Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann in Berlin festnehmen. (Archivbild)
Christoph Schmidt/dpa
Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann in Berlin festnehmen. (Archivbild)
Bundesanwaltschaft

Mutmaßlicher Russland-Spion in Berlin festgenommen

Fotos von militärischen Konvois, Informationen zu Drohnenfirmen und Pläne für eine Sabotagetruppe: Was die Bundesanwaltschaft einem mutmaßlichen Spion für Russland vorwirft.

Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der für Russland tätig gewesen sein soll. Der Mann habe «spätestens seit Mai 2025 von Deutschland aus fortlaufend in Kontakt zu einem russischen Geheimdienst» gestanden, teilte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde mit.

Seinem Führungsoffizier übermittelte der kasachische Mann den Angaben zufolge unter anderem Informationen über die militärische Unterstützung Deutschlands für die Ukraine sowie über die deutsche Rüstungs- und Verteidigungsindustrie. Dabei soll es insbesondere um Unternehmen gegangen sein, die Drohnen und Roboter entwickeln.

Fotos aus Berlin und Rekrutierung für Sabotagetruppe?

Außerdem soll der Verdächtige wiederholt Fotos von öffentlichen Gebäuden in Berlin oder von militärischen Konvois auf Autobahnen weitergeleitet haben - darunter auch von dem «Konvoi eines Nato-Staates». Seinen Kontaktmann beim russischen Geheimdienst soll er zudem über geeignete Sabotageobjekte in Deutschland informiert und angeboten haben, Personen für eine Sabotage- und Spionagetruppe zu rekrutieren.

Der mutmaßliche Spion wurde am Dienstag in Berlin von Beamten des Bundeskriminalamts festgenommen. Er soll heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet.

© dpa-infocom, dpa:260429-930-7865/2
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