Svetislav Pesic und die Bayern-Basketballer verpassten das Pokal-Endspiel in eigener Halle.
Sven Hoppe/dpa
Svetislav Pesic und die Bayern-Basketballer verpassten das Pokal-Endspiel in eigener Halle.
Top Four in München

Bayern-Basketballer verpassen erneut Pokal-Finale

Das ist eine faustdicke Überraschung! Der große Favorit Bayern München verpasst wie im Vorjahr das Pokal-Finale im Basketball. Der erste Titel der Saison ist futsch. Um den spielen Bamberg und Alba.

Der große Favorit Bayern München hat den ersten Titel der Saison verspielt. Der deutsche Meister verlor beim Top Four um den Pokal der Basketball-Bundesliga überraschend im Halbfinale gegen die BMA 365 Bamberg Baskets nach Verlängerung mit 97:103 (83:83, 36:34) und verpasste damit wie im Vorjahr den Einzug ins Finale. Bester Werfer bei den Franken war Ibi Watson mit 24 Punkten, bei den Bayern kam Nenad Dimitrijevic ebenfalls auf 24 Zähler.

Im Endspiel treffen die Bamberger an diesem Sonntag (16.30 Uhr/Dyn und BR) auf Alba Berlin. Die Hauptstädter gewannen im zweiten Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg klar mit 98:78 (46:38) und stehen damit erstmals seit 2022 wieder im Finale.

Pesic zollt Bamberg Respekt

«Du musst an dein Limit gehen, wenn du gegen die Bayern gewinnen willst. Das ist uns gelungen», sagte Bambergs Trainer Anton Gavel, der früher selbst in München gespielt hat. Bayern-Coach Svetislav Pesic zollte den Bambergern Respekt. «In meiner Karriere habe ich es noch nicht erlebt, dass eine Mannschaft 20 Punkte in der Verlängerung macht», sagte der 76-Jährige.

Mit Bamberg gewann die Mannschaft mit dem kleinsten Spieleretat der Liga (1.46 Millionen Euro) gegen den Club mit dem meisten Budget für seine Profis (18.03 Millionen Euro).

Hainer fordert Wiedergutmachung

Im vergangenen Jahr waren die Bayern ebenfalls überraschend im Halbfinale gegen den Syntainics MBC aus Weißenfels gescheitert. Auch deshalb hatten die Verantwortlichen in München den Pokal-Titel dieses Mal als klares Saisonziel formuliert und alles dafür getan, dass die Endrunde in München stattfindet. Eigentlich hatte die Liga die Veranstaltung bereits nach Düsseldorf vergeben.

«Ich mache keinen Hehl daraus, dass das im vergangenen Jahr eine Riesenenttäuschung für uns war», hatte Bayern-Präsident Herbert Hainer vor der Partie im Streamingdienst Dyn gesagt. Das gelte es an diesem Wochenende zu «reparieren».

Bayern ohne Rhythmus

Doch die Bayern taten sich trotz des Heimvorteils von Beginn an schwer. Beim Team von Trainer-Veteran Pesic wollte lange kein Rhythmus aufkommen. Nach dem Seitenwechsel schien es so, als würden die Bayern die Partie in den Griff bekommen. Die Münchner zogen auf sieben Punkte davon, doch Bamberg ließ sich nicht abschütteln. Die Franken schafften den Ausgleich und führten zwei Minuten vor dem Ende mit sechs Punkten (80:74).

Die Bayern retteten sich zwar noch in die Verlängerung, wo beide Teams einen Dreipunktwurf nach dem anderen verwandelten. Doch Bamberg blieb nun stabil und schaffte die große Überraschung.

Alba siegt souverän

Im zweiten Halbfinale hatte Alba von Beginn an alles im Griff. Oldenburg konnte nicht an seine zuletzt starken Leistungen in der Bundesliga anknüpfen, wo acht der vergangenen elf Spiele gewonnen wurden. Bei den Berlinern glänzten Nationalspieler Malte Delow (21 Punkte) und der frühere Oldenburger Norris Agbakoko (16). Für die EWE Baskets Oldenburg waren 29 Zähler von Topscorer Chris Clemons zu wenig.

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