Becker vermisst Zverevs Kampfgeist: «Fast verängstigt»
Nach der Enttäuschung im Madrid-Finale äußert Boris Becker Zweifel an Alexander Zverevs Einstellung. Was die Tennis-Legende meint und wie sie Zverevs Chancen bei den French Open einschätzt.
Nach der Enttäuschung im Madrid-Finale äußert Boris Becker Zweifel an Alexander Zverevs Einstellung. Was die Tennis-Legende meint und wie sie Zverevs Chancen bei den French Open einschätzt.
Die deutsche Tennis-Legende Boris Becker hat den fehlenden Siegeswillen von Alexander Zverev in den Begegnungen mit dem Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner kritisiert. «Ich wünschte mir so bisschen mehr Kampfgeist, so bisschen mehr Aggressivität. Alle, inklusive Zverev, geben sich Sinner relativ früh geschlagen. Ausnahme Alcaraz. Die Jungs gehen gebremst, fast verängstigt in das Match», sagte Becker im gemeinsamen Podcast mit der früheren Tennisspielerin Andrea Petkovic.
Am Sonntag war Zverev im Masters-Finale von Madrid deklassiert worden und musste sich Sinner mit 1:6, 2:6 geschlagen geben. Im direkten Duell war es für den Deutschen die neunte Niederlage in Folge. «Das Match war nach fünf Spielen vorbei. Du hattest nicht den Eindruck, dass Sascha in irgendeiner Zelle seines Körpers die Hoffnung hat, da geht noch was», befand Becker.
Becker wundert sich: «Irgendwas passiert bei Sascha»
Zverev ist aktuell die Nummer drei der Welt und spielt Woche für Woche um den Titel mit. Bei den Australian Open sowie bei den Masters-Turnieren in Indian Wells, Miami und Monte Carlo scheiterte er erst im Halbfinale an Sinner.
«Ich dachte, auf Sand ist Sascha Zverev ebenbürtig, aber momentan sieht es nicht so aus. Irgendwas passiert bei Sascha, dass er nicht an seine Qualität, an seine Leistungsgrenze in einem Halbfinale oder in einem Finale rankommt», sagte Becker, fand aber auch lobende Worte: «Ich finde, Sascha spielt sein konstantestes Jahr.»
Zverev mit guten Chancen bei den French Open
Nach Beckers Meinung wird Zverev auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier in Paris wieder um den Titel mitspielen. Vor allem, weil in Carlos Alcaraz ein Topfavorit verletzungsbedingt fehlt. «Die Karten für Roland Garros sind komplett neu gemischt. Plötzlich haben mehr Spieler eine realistische Chance, zumindest ins Finale zu kommen oder auch zu gewinnen. Und dazu gehört für mich auch Zverev», sagte Becker. Die French Open starten Ende Mai.
In dieser Woche tritt Zverev beim Masters-Turnier in Rom an. In der zweiten Runde könnte es zum deutschen Duell mit Daniel Altmaier kommen.
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