Skispringen weckt Hoffnung auf deutsches Gold
Schon die Einzel-Wettbewerbe auf der Normalschanze und auf der Großschanze in Predazzo waren ganz schlecht gelaufen. Dort hatte das Frenzel-Team vor allem im Skispringen große Probleme gehabt.
Im Teamsprint lagen die beiden Oberstdorfer nach dem Springen dann jedoch überraschend auf Gold-Kurs. Im weißen Flockenwirbel sprang Rydzek am Vormittag 123 Meter weit, Geiger landete nach 122,5 Metern. Eigentlich war alles angerichtet für den Langlauf, doch es wurde nichts mit dem erhofften Podestplatz.
Langlauf-Bronze von Rydzeks Schwester machte Mut
Nach den zuvor schon verkorksten Rennen hatten sich Geiger und Rydzek viel vorgenommen. Man habe sich zusammengesetzt und gesagt: «Das ist nicht das, was in uns steckt. Das wollen wir heute zeigen. Einfach an uns glauben, an unser Können glauben», berichtete Rydzek.
Mut habe auch die überraschende Bronzemedaille seiner Schwester Coletta Rydzek mit Laura Gimmler tags zuvor im Langlauf gemacht. Nach der riesigen Enttäuschung war Coletta Rydzek im Athletenbereich als Trostspenderin gefragt.
Für ihren Bruder, der schon 2010 in Vancouver dabei war, waren es die letzten Winterspiele. Es bleibt bei vier Olympia-Medaillen - zweimal Gold und je einmal Silber und Bronze. Geigers Sammlung besteht aus dreimal Edelmetall bei Olympia, darunter zweimal Gold.
Olympia-Zukunft der Kombination unklar
Ob noch Medaillen dazukommen können, liegt nicht nur in seiner Hand. Noch ist unklar, ob die Nordische Kombination auch in vier Jahren in Frankreich noch zum Olympia-Programm gehört. Auch ob Geiger überhaupt so lange weitermacht, ließ er in Tesero offen.
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry machte sich im Val di Fiemme selbst ein Bild von der traditionsreichen Sportart. Unter anderem der Deutsche Olympische Sportbund will sich für den Verbleib der Disziplin bei Winterspielen einsetzen.
Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees darüber soll im Sommer fallen. Dann geht es auch darum, ob die Kombiniererinnen in Zukunft dabei sind. Ein Verbleib der Kombination im Programm ohne Frauen gilt als ausgeschlossen.
Von Thomas Eßer und Jordan Raza, dpa
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