Ende der Spekulationen: Verstappens Bekenntnis zu Red Bull
Einen besseren Ort konnten Max Verstappen und Red Bull nicht wählen. Der Niederländer beendet alle Spekulationen und sein Arbeitgeber behält den wichtigsten Mitarbeiter.
Einen besseren Ort konnten Max Verstappen und Red Bull nicht wählen. Der Niederländer beendet alle Spekulationen und sein Arbeitgeber behält den wichtigsten Mitarbeiter.
Die ersten Oranje-Fans warteten schon sehnsüchtig auf dem Circuit Park Zandvoort, als Red Bull die Nachricht des Tages noch vor den ersten Motorengeräuschen verkündete. Max Verstappen hat seinen ohnehin noch bis Ende 2028 gültigen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert. Ein klares Bekenntnis für den derzeit schwächelnden Rennstall vom viermaligen Formel-1-Weltmeister aus den Niederlanden.
«Diese Reise mit demselben Team fortzusetzen, bei dem ich meine gesamte Karriere verbracht habe, ist etwas ganz Besonderes und etwas, das ich mir schon immer gewünscht habe», betonte Verstappen.
Der 28-Jährige beendete damit auch sämtliche Spekulationen um einen vorzeitigen Weggang. «Die Ferien waren schön, aber im Hintergrund hatten wir einiges zu tun», sagte Verstappen in einem kurzen Video. Erfüllt er seinen neuen Vertrag, wird er anderthalb Jahrzehnte für Red Bull in der Königsklasse des Motorsports am Steuer gesessen haben.
«Wie eine zweite Familie»
2015 war Verstappen in die Formel 1 eingestiegen, damals im Schwesterteam Toro Rosso, 2016 wurde er während der Saison befördert und gewann gleich sein erstes Rennen im Red Bull.
«Ich bin zum Team gekommen in der Hoffnung, Rennen gewinnen zu können», erinnerte er sich nun in der Mitteilung zur Vertragsverlängerung. «Was wir gemeinsam erreicht haben, war einfach großartig - wir haben viele unglaubliche Momente erlebt und vier Weltmeisterschaften gewonnen.» Der Rennstall sei wie eine zweite Familie für ihn.
Verstappen triumphierte 2021, 2022, 2023 und 2024. Im vergangenen Jahr verlor er das Titelduell gegen Lando Norris im McLaren um zwei Punkte und wurde Vizeweltmeister. In diesem Jahr kommt er mit dem Red Bull der neuen Fahrzeuggeneration noch nicht zurecht, ein Sieg bisher Fehlanzeige. 71 holte er insgesamt.
Warum Mercedes selbst nun einen WM-Fahrer hat
Die aktuelle Erfolgskrise nährte Spekulationen. Würde er von einer möglichen Klausel Gebrauch machen? Und wenn ja, wohin könnte Verstappen wechseln? Mercedes hatte oft mit dem Niederländer geflirtet, in Kimi Antonelli (19) nun aber selbst den WM-Spitzenreiter mit großen Zukunftsaussichten.
Nach dem Weggang von Star-Designer Adrian Newey von Red Bull zu Aston Martin galt auch der Rennstall mit Sitz in Silverstone als Option, das Team kommt aber weiter nicht auf Touren. Oder auch mit McLaren wurde Verstappen in Verbindung gebracht. Dort haben Weltmeister Lando Norris und Oscar Piastri allerdings auch langfristige Verträge.
Verstappen selbst hatte die Gerüchte eigentlich nie angeheizt. Selbst in der schweren Belastungszeit des Teams, als der ehemalige langjährige Teamchef Christian Horner zunächst heftig in der Kritik stand und Red Bull sich dann von ihm trennte, hielt er letztlich zu seinem Arbeitgeber. Auch als sein Mentor Helmut Marko den Job als Motorsportberater niederlegte, blieb Verstappen Red Bull treu.
«Die Entscheidung, unseren gemeinsamen Weg fortzusetzen, beruht auf dem Vertrauen, das Max und das Team über viele Jahre hinweg aufgebaut haben, sowie auf dem Vertrauen von Max in unsere Mitarbeiter, unsere Unternehmenskultur und unsere Zukunftsvision», sagte Horner-Nachfolger und Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies.
Das Ziel ist klar: An die Spitze zurückzukehren
«Wir haben die besten Leute und ich freue mich darauf, weiterhin mit allen zusammenzuarbeiten, um wieder an die Spitze zurückzukehren. Das bleibt das oberste Ziel, auf das wir alle hingearbeitet haben und das wir auch weiterhin verfolgen werden», erklärte Verstappen.
Jens Marx und Martin Moravec, dpa
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