Gegen den 19-jährigen Italiener hatten ebenfalls die Rennkommissare wegen angeblich zu schnellen Fahrens während einer Gelb-Phase nach einem Dreher von Max Verstappen kurz vor dem Ende ermittelt. «Die Pole war für mich außer Reichweite», räumte Antonelli ohnehin ein. Die Stewards sahen es später als erwiesen an, dass der WM-Führende nicht ausreichend verlangsamt habe.
Mercedes nicht «gut genug»
Sein Mercedes-Stallrivale George Russell, den ein Wasserleck am Auto spät ausbremste, wurde Siebter. «Wir sind einfach nicht gut genug. Kimi war ein bisschen unglücklich», sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der sich über das nächste Zuverlässigkeitsproblem bei Russell ganz besonders ärgerte. «Wir wussten, Budapest wird schwierig. Es war immer eine McLaren- und Ferrari-Strecke.»
Norris verwies wiederum Hamilton mit der Winzigkeit von 0,012 Sekunden auf den zweiten Platz und jubelte über seine erste Pole seit Las Vegas im vergangenen Herbst. Die Stimmung von Hamilton verdüsterte sich später aber noch. Die Stewards untersuchten nämlich einen Vorfall des Engländers mit McLaren-Mann Oscar Piastri am Ende der Qualifikation.
Sie entschieden dann auf «unnötige Behinderung» durch Hamilton, wodurch dieser zunächst drei Ränge bis auf Position fünf strafversetzt wurde. Die Sanktionierung von Antonellis Fehlverhalten wiederum brachte ihn dann einen Rang weiter vor. Hinter Pole-Mann Norris startet nun Hamiltons Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc von Rang zwei vor Piastri.
Norris freut «harte Arbeit»
Der einzige deutsche Fahrer im Feld, Nico Hülkenberg, landete für Audi auf Platz zehn. «Es ist positiv in Q3 zu landen, aber der Abstand ist groß», sagte der Rheinländer. Erstmals in dieser Saison schaffte es ein Aston Martin in die zweite K.-o.-Runde. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso wurde in seinem mit 16 Bauteilen runderneuerten Wagen 16.