Emotionaler Abend für Seegert: Waldhof gewinnt gegen Ulm
Der SV Waldhof Mannheim feierte einen 2:1-Heimsieg gegen den SSV Ulm – begleitet von der Rückkehr des früheren Kapitäns Marcel Seegert ins Carl-Benz-Stadion, diesmal auf der Gegenseite.
Der SV Waldhof Mannheim feierte einen 2:1-Heimsieg gegen den SSV Ulm – begleitet von der Rückkehr des früheren Kapitäns Marcel Seegert ins Carl-Benz-Stadion, diesmal auf der Gegenseite.
Mit Marcel Seegert kehrte der früherer Kapitän und Identifikationsspieler des SV Waldhof ins Carl-Benz-Stadion zurück. Viele Jahre war er Teil der Buwe, diesmal lief er für den Gegner aus Ulm auf.
Der SV Waldhof Mannheim zeigte vor heimischer Kulisse eine starke kämpferische Leistung und nutzte Fehler des Gegners eiskalt aus. Die Mannschaft hielt defensiv als Team hervorragend zusammen und brachte den knappen Vorsprung trotz starker Drangphase der Ulmer in der zweiten Halbzeit über die Zeit.
1. Halbzeit
Die erste Hälfte gehörte klar dem SV Waldhof. Die Hausherren agierten effizient und bestraften eine passive Phase der Ulmer gnadenlos. In der 33. Minute ging Mannheim in Führung: Arianit Ferati leitete mit einem starken Vertikalpass ein, Felix Lohkemper umkurvte den herausstürzenden Ulmer Keeper Max Schmitt und schob aus etwa 25 Metern ins leere Tor zum 1:0 ein.
Kurz vor der Pause folgte der Doppelschlag: Wieder war Ferati der Initiator, diesmal schickte er Kushtrim Asallari steil – der vollendete in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+4) zum 2:0-Pausenstand.
2. Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel wurde der SSV Ulm deutlich aktiver und drängte auf den Anschluss. Die Ulmer dominierten phasenweise das Geschehen, während der Waldhof passiver wurde und sich tief in die eigene Hälfte zurückzog. In der 66. Minute belohnte sich Ulm für den Aufwand: Max Brandt zog aus etwa 18 Metern ab – sein Schuss schlug als Aufsetzer unhaltbar im kurzen Eck ein (2:1).
In der Schlussphase wurde es dramatisch: Mannheim musste ab der 86. Minute in Unterzahl agieren (Rote Karte für Hoffmann), Ulm warf alles nach vorne. In der Nachspielzeit kratzte Oluwaseun Ogbemudia einen Schuss von Dennis Dressel von der Linie (90.+3), und Dressel traf mit der letzten Aktion nur die Latte (90.+5). Der SV Waldhof hielt mit viel Kampf, Geschick und etwas Glück den knappen Vorsprung fest.
Aufreger / Höhepunkt
Der absolute Höhepunkt dieses emotionalen Abends war die Rückkehr von Marcel Seegert ins Carl-Benz-Stadion. Der langjährige Waldhof-Kapitän und Vereinsikone, der im Sommer 2025 nach neun Jahren und über 300 Spielen für die Buwe zum SSV Ulm gewechselt war, wurde vor Anpfiff offiziell und herzlich verabschiedet. Die 11.101 Zuschauer feierten ihren „Cello“ mit großem Applaus – eine Geste, die Seegert sichtlich gerührt zurückließ. Er selbst sprach von einem „brutal intensiven, emotionalen Tag“, wie er es noch nie erlebt habe, gegen seinen Herzensverein zu spielen.
Ausblick: Nächstes Spiel
Der SV Waldhof Mannheim hat nun zwei schwere Auswärtsaufgaben vor der Brust. Am Sonntag, 15. Februar 2026, um 13:30 Uhr geht es zum Energie Cottbus. Danach folgt am Freitag, 20. Februar 2026, um 19:00 Uhr das Duell bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Das nächste Heimspiel steigt erst am Sonntag, 1. März 2026, gegen Alemannia Aachen. Die Buwe wollen mit dem Schwung aus dem Ulm-Sieg den positiven Trend fortsetzen und rangieren aktuell auf Platz 8 der Tabelle – der Anschluss an die oberen Plätze ist hergestellt.