Hoffenheim Empty Stands
TSG Hoffenheim
Hoffenheim Empty Stands
Fußball

TSG Hoffenheim: Grischa Prömels Einsatz für ME/CFS

Ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit der an ME/CFS erkrankten Menschen setzte die TSG Hoffenheim am vergangenen Spieltag gegen Mainz gemeinsam mit der Initiative „Empty Stands“.

Von Rebekka Allgaier/Studio Mannheim

Hoffenheims Grischa Prömel hat eine gute Freundin, die selbst betroffen ist. Seit einer Virus-Erkrankung hat sich ihr Leben schlagartig verändert. Daher ist es dem Mittelfeldspieler ein besonderes Anliegen, dass sich sein Verein für mehr Sichtbarkeit der Erkrankten einsetzt. „Das ist mir sehr wichtig“, sagte der 31-jährige gegenüber Radio Regenbogen auch in Bezug auf die Berichterstattung.

ME/CFS, Myalgische Enzephalomyelitis, ist eine schwere körperliche Multisystemerkrankung, von der in Deutschland rund 650.000 Menschen betroffen sind. Häufig tritt sie nach Virusinfektionen auf. Die Initiative „Empty Stands“ – übersetzt „leere Kurven“ – macht sich besonders für Fußballfans mit den Erkrankungen ME/CFS, Long COVID und Post-Vac stark. Mit etwa 120 Unterstützern aus 45 Vereinen sorgt die Organisation für mehr Sichtbarkeit der Betroffenen in deutschen Stadien.

Am Samstag hatte „Empty Stands“ einen Aktionsstand auf dem Dorfplatz vor dem Stadion. Zudem lief Kapitän und Torwart Oliver Baumann mit einer speziellen Kapitänsbinde und statt mit einem Einlaufkind mit Fußballschuhen an der Hand auf, um zu symbolisieren: Hier fehlt jemand. Hier fehlt ein Fan, der aufgrund seiner Erkrankung kein Stadion mehr besuchen kann – möglicherweise sogar Probleme hat, den Alltag zu bewerkstelligen.

Besonders engagiert in der Initiative ist Aiden Luca Maischein. Der seit 2022 erkrankte Fan, erzählte Radio Regenbogen im Vorfeld der Partie, warum es wichtig ist, auf die Krankheit aufmerksam zu machen und für deren Erforschung zu spenden.

Interview mit Aiden Luca Maischein "Empty Stands"

Weitere Informationen zur Erkrankung und zur Initiative "Empty Stands" unter emptystands.me