Waldhof macht sich guten Saisonstart selbst kaputt
Der SV Waldhof Mannheim hat am 4. Spieltag der 3. Liga mit 0:1 gegen den SC Verl verloren. Dabei hatte Mannheim über weite Strecken mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten.
Der SV Waldhof Mannheim hat am 4. Spieltag der 3. Liga mit 0:1 gegen den SC Verl verloren. Dabei hatte Mannheim über weite Strecken mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten.
1. Halbzeit
Der Waldhof kam gut in die Partie und übernahm nach und nach die Kontrolle. Die erste gute Möglichkeit gehörte den Gastgebern. Nach einer Aktion über Jid Okeke kam Julian Ulbricht am ersten Pfosten zum Abschluss. Dieser setzte den Ball knapp am Tor vorbei.
Auch danach blieb Mannheim die gefährlichere Mannschaft. In der 19. Minute gab es eine Doppelchance für den Waldhof. Wieder war Ulbricht beteiligt, anschließend verfehlte Bierschenk nach einer weiteren Hereingabe per Kopf das Tor.
Verl hatte offensiv bis dahin kaum stattgefunden. Der Waldhof machte Druck, erspielte sich Möglichkeiten, belohnte sich dafür aber nicht. Kurz vor der Pause kam es dann anders: In der 44. Minute legte Janne Berner im rechten Halbraum für Tim Heike auf. Heike zog aus rund 14 Metern ab und traf flach zum 0:1.
Damit lag Mannheim zur Pause überraschend hinten.
2. Halbzeit
Der Waldhof kam mit viel Schwung aus der Kabine und suchte sofort den Weg nach vorne. In der 50. Minute brachte Bierschenk den Ball an den zweiten Pfosten. Dort wartete Ulbricht, der die Hereingabe nur knapp verpasste.
Drei Minuten später gab es eine ähnliche Situation. Dieses Mal flankte Kammerknecht und suchte Gregório am zweiten Pfosten. Der Waldhof-Angreifer kam jedoch nicht mehr an den Ball.
In der 58. Minute wurde es erneut gefährlich. Nach einem Abpraller kam Gregório zum Abschluss, doch Schlieck bekam noch die Hand an den Ball und verhinderte den Ausgleich. Der Waldhof machte weiter Druck, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Danach reagierte Trainer Rui Mota und wechselte doppelt. Unter anderem gingen die bis dahin auffälligen Bierschenk und Michel vom Platz. In der Folge wirkte der Waldhof etwas vorsichtiger und verlor an Durchschlagskraft. Verl kam besser ins Pressing und machte es Mannheim zunehmend schwer, sauber nach vorne zu spielen.
Trotzdem versuchte der Waldhof bis zum Schluss, noch zum Ausgleich zu kommen. Die ganz großen Möglichkeiten blieben in der Schlussphase allerdings aus. Verl verteidigte den knappen Vorsprung und nahm die drei Punkte mit.
Aufreger/Höhepunkt
Der entscheidende Moment der Partie kam kurz vor der Pause. Der SC Verl hatte bis dahin offensiv nur wenig gezeigt, schlug dann aber mit seinem ersten wirklich gefährlichen Abschluss zu. Tim Heike brachte die Gäste in der 44. Minute mit 1:0 in Führung.
Auf der anderen Seite wird sich der Waldhof vor allem über die eigenen ausgelassenen Chancen ärgern. Mehrfach hatte Mannheim die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen. Besonders die Abschlüsse von Ulbricht und Gregório hätten dem Spiel eine andere Richtung geben können.
Am Ende blieb es beim 0:1. Mannheim hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, stand nach 90 Minuten aber trotzdem mit leeren Händen da.
Ausblick nächste Spiel
Nach der Niederlage gegen Verl steht der Waldhof wettbewerbsübergreifend nach fünf Pflichtspielen bei nur einem Sieg. Auf den erfolgreichen Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf folgten ein Unentschieden gegen Hansa Rostock sowie Niederlagen gegen Havelse, im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern und nun gegen Verl.
Am Sonntag, dem 13. September, geht es für die Buwe auswärts zum SV Wehen Wiesbaden. Dort soll wieder ein Sieg her. Nach zuletzt nur einem Erfolg aus fünf Pflichtspielen ist der Druck auf dem Kessel. Jetzt muss der Waldhof zeigen, dass der gute Saisonstart nicht endgültig verspielt ist.