Lust! 24 heiße Tipps für das Fest der Liebe
Dieses Jahr wird’s heiß hinter den Türchen: Unser Adventskalender liefert keine Schokolade, sondern 24 kleine Ideen, wie ihr es euch in der dunklen Jahreszeit so richtig warm machen könnt.
Dieses Jahr wird’s heiß hinter den Türchen: Unser Adventskalender liefert keine Schokolade, sondern 24 kleine Ideen, wie ihr es euch in der dunklen Jahreszeit so richtig warm machen könnt.
Auch in der Adventszeit geht’s im Alltag oft drunter und drüber: Job, Haushalt, Kids, Freunde – und irgendwo dazwischen soll die Beziehung bitte auch noch glänzen. In unseren Advents-Türchen sprechen wir jeden Tag darüber, wie man Nähe, Lust und gutes Miteinander nicht verliert. Hier findest du die wichtigsten Impulse aus unserem Gespräch.
Unser Gast im Advent: Sex-Coach Sarah Edelmann. Sie hat jede Menge Profi-Tipps für euch am Start – rund um Partnerschaft, Lust und alles, was dazugehört. Egal ob Neuland oder frischer Kick für eure Beziehung, mit Sarahs Know-how kommt neuer Schwung ins Spiel!
Mehr Nähe trotz vollem Alltag
In langen Beziehungen schleicht sich schnell das Gefühl ein: „Wir funktionieren nur noch nebeneinander her.“ Aber Nähe kommt nicht nur durch große Gesten – oft sind es die kleinen Mikro-Momente, die wieder Verbundenheit schaffen.
Was hilft?
Kurze Umarmungen, ein Kuss zwischendurch, ein bewusster Blick – ja, auch zwischen Wäschekorb und Kita-Abgabe.
Wieder flirten! Nicht wie WG-Mitbewohner leben, sondern wie Menschen, die sich mögen.
Und: Wann wart ihr zuletzt auf einem echten Date? Nur zu zweit, ohne To-dos, ohne Chaos im Hintergrund? Einmal im Monat reicht schon – abwechselnd geplant, bewusst gesetzt.
Wichtig: Nähe entsteht, wenn man sie priorisiert. Also: Termin in den Kalender, Handy weg, Zeit füreinander machen – nicht erst „wenn alles fertig ist“.
Wie redet man über Sex – ohne dass’s komisch wird?
Sex ist ein Thema, das viele nie richtig gelernt haben anzusprechen. Scham inklusive. Kommunikation kann man aber üben.
Gute Einstiege:
„Ich fühl mich ein bisschen unsicher darüber zu sprechen, aber ich möchte das ändern. Wie geht’s dir damit?“
Wünsche klar formulieren: „Ich fand es letztes Mal richtig gut, als …“
Oder: „Wie fändest du es, wenn wir …?“
Wer sich schwer tut: vorher Gedanken aufschreiben. Was will ich sagen? Was ist mir wichtig? Wie möchte ich mich nach dem Gespräch fühlen?
Je öfter man darüber spricht, desto entspannter wird’s. Und Inspiration schadet nie: Podcasts, Bücher, Gespräche mit engen Freund*innen.
Weniger Lust – und wie sie zurückkommt
Wenn Job, Kids und Alltag Priorität haben, rutscht Sexualität oft nach ganz hinten. Verständlich – aber man kann wieder Zugang finden.
Erstmal klären:
Wie geht’s mir gerade damit?
Auf was hab ich wirklich Lust?
Welche Art Sex fühlt sich gut an – und welchen will ich eigentlich gar nicht?
Lust braucht außerdem Beziehungspflege: Fühle ich mich geliebt, gesehen und verstanden? Ohne emotionale Nähe wird’s schwer.
Und: Sexualität verändert sich. Immer. Das ist normal – und kein Grund zur Sorge.
Lust bei Männern und Frauen – warum es oft unterschiedlich läuft
Grundsätzlich gilt:
Viele Frauen brauchen Entspannung, um Lust zu spüren.
Viele Männer nutzen Sex eher, um Stress abzubauen.
Dazu kommt Biologie:
Männer sind körperlich schneller erregt.
Bei Frauen dauert der Erregungsprozess oft 20–40 Minuten – einfach weil der Körper anders funktioniert.
Das heißt aber nicht, dass alle Frauen viel Zeit brauchen oder Quickies nicht mögen. Es geht um Tendenzen, nicht Regeln.
Wichtig ist: erstmal ankommen, verbunden sein, aus dem Kopf raus – dann wird’s leichter.
Was macht richtig guten Sex aus?
Eine Sexualtherapeutin aus Kanada hat Paare befragt, die außergewöhnlich guten Sex erleben – und dabei kamen klare Muster heraus. Entscheidend ist nicht die perfekte Technik, sondern die Haltung zueinander:
Präsent sein: wirklich im Moment bleiben
Verbindung spüren: sich gesehen und angenommen fühlen
Respekt & Fürsorge: in der gesamten Beziehung, nicht nur im Bett
Kommunikation und Empathie: offen sagen, was man braucht, und zuhören
Neugier und Humor: spielerisch bleiben, entdecken, auch mal lachen
Verletzlichkeit zulassen: sich zeigen dürfen, wie man wirklich ist
Guter Sex entsteht also aus Vertrauen. Aus dem Gefühl:
„So wie ich bin, darf ich hier sein.“
Orgasm Gap – warum Frauen seltener kommen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
95 % der Männer, aber nur 65 % der Frauen kommen beim Sex zum Orgasmus.
Ein Grund ist oft fehlende Aufklärung oder wenig Erfahrung damit, was der eigene Körper überhaupt braucht. Deshalb ist Selbstbefriedigung wichtig: Sie hilft herauszufinden, was sich gut anfühlt – und das dann auch kommunizieren zu können.